Deutsche Meisterschaften 2018 in Berlin

Mitten in den niedersächsischen Sommerferien lagen in diesem Jahr vom 19. bis 22. Juli 2018 die 130. Deutschen Meisterschaften in Berlin. Das war sicherlich auch einer der Gründe, warum nur eine kleine Anzahl der Schwimmer aus dem BezirksSchwimmverband Hannover in Berlin vor Ort war.

Angelina Köhler (2000) war aber topfit nach Berlin gereist und hatte sich für ihre Strecken 100 m Schmetterling und 50 m Freistil einiges vorgenommen. Am Samstag standen zuerst die 100 m Schmetterling auf dem Programm. In 0:59,93 holte sich Angelina hier den Titel als Juniorenmeisterin ab und qualifizierte sich in 0:59,93 mit der zweitschnellsten Zeit für das A-Finale am Nachmittag. Hier war auch Alexandra Wenk mit am Start, die derzeit den Deutschen Rekord über diese Strecke hält. Angelina konnte in dem Rennen gut mithalten und holte sich die Bronzemedaille in der offenen Wertung. Mit ihrer Zeit von 0:59,39 verbesserte sie ihren eigenen, erst im April aufgestellten, Landesrekord.

Am Sonntag folgte dann für Angelina der Start über die 50 m Freistil und hier schaffte sie den Erfolg mit Doppelgold über diese Strecke. Am Vormittag gab es erneut Gold in der Juniorenwertung mit einer Zeit von 0:25,83. Als viertschnellste Schwimmerin qualifizierte sie sich für das A-Finale und schwamm hier vom Start weg auf den Sieg zu. In 0:25,42 holte sie sich dann auch die Medaille in der offenen Wertung und den Titel als Internationale Deutsche Meisterin 2018. Hinterher sagte sie in einem Interview „Das war wirklich gut, es hat sich richtig toll angefühlt. Ich muss schauen, ob das jetzt für die Youth Olympic Games reicht.“ Die Nachwuchsspiele finden vom 06. bis 18. Oktober in Buenos Aires statt.“ Wir drücken Angelina die Daumen für die Nominierung durch den DSV.

Eine weitere Medaille konnte Victoria Suchantke (2000) in der Juniorenwertung über 100 m Brust entgegennehmen. In 1:12,42 holte sie sich Bronze und schaffte die Qualifikation für das B-Finale am Freitagnachmittag. Hier schlug sie mit neuer Bestzeit von 1:11,74 als zweitschnellste an. Bereits am Freitag war Victoria über 50m Brust gut unterwegs gewesen und schwamm in 0:33,32 auf Platz 5 in der Juniorenwertung. Ebenfalls über diese Strecke am Start war Malin Grosse (2002), die mit der Deutschen Meisterschaft schon wieder ein großes Event auf ihrem Terminplan hatte. Mit ihrer Zeit von 0:32,96 schwamm sie über 50m Brust auf Platz 14 im Vorlauf und qualifizierte sich für das B-Finale am Nachmittag, Hier konnte sie sich zwar in 0:32,77 nochmal verbessern und Rang 5 belegen, allerdings musste sie dann am Folgetag nach dem Vorlauf über 100m Brust ihre restlichen Starts krankheitsbedingt absagen.

Weiterer Finalteilnehmer in Berlin war Maik Lüdtke (1992) über 100 m Brust. Im Vorlauf konnte er sich bereits auf 1:03,79 verbessern und kam als Dreizehnter ins B-Finale. Dort schwamm Maik erneut Bestzeit in 1:03,74 und beendete das Finale auf Platz 7. Jan Hesse (1990) beendete seinen Vorlauf über 100 m Schmetterling mit neuer Bestzeit von 0:55,41 auf Platz 15 und war damit ebenfalls im B-Finale dabei. Hier lag Jan nach 50 m mit 0:25,61 schon etwas hinter seiner Zwischenzeit vom Vormittag und konnte dann beim hohen Tempo des Finallaufes nicht bis zum Anschlag mithalten und schlug in 0:56,04 auf Platz 8 an.

Wir gratulieren allen Aktiven aus den BSH-Vereinen zu den Ergebnissen bei der DM in Berlin, auch wenn es vielleicht nicht für eine neue Bestzeit oder zu einer Medaille gereicht haben sollte.

Am Ende einer langen Saison geht es für die Schwimmer aus dem BSH jetzt erstmal in die wohlverdiente Sommerpause, bevor es mit den Vorbereitungen für die Kurzbahnsaison wieder losgeht.

Weitere Informationen u.a. mit den jeweils aktuellen Ergebnissen gibt es auf der DM-Veranstaltungshomepage.

Auch sechs Kampfrichter aus dem BSH waren während der vier Wettkampftage in Berlin im Einsatz, um die Durchführung der DM tatkräftig zu unterstützen. Auf unterschiedlichen Positionen im täglichen Wechsel von Schiedsrichter, Starter, Zielrichter, Zeitnehmer, Wenderichter bis Auswerter hatten Dirk Deichhard, Elisabeth Graf, Holger Timmermann, Andreas Tölke, Nico WInkler und BSH-Kampfrichterobfrau Heidrun Böck stets ein wachsames Auge auf das Wettkampfbecken. Auch außerhalb der Wettkämpfe blieb für die Kampfrichter noch ein bisschen Zeit, um das kulturelle und kulinarische Angebot der Bundeshauptstadt zu nutzen.